Was ist ASA?
ASA ist die Abkürzung für "Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit".
ASA fasst die wichtigsten Anforderungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu einem griffigen Sicherheitssystem zusammen.
Für den Arbeitgeber und die Sicherheitsfachkräfte ist dieses System ein praktisches Instrument, um ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen kontinuierlich zu verbessern.
Zuoberst steht das Bekenntnis des Arbeitgebers zu sicheren und gesunden Arbeitsplätzen und der Wille, die ASA-Anforderungen im Arbeitsalltag in die Tat umzusetzen.
ASA-Richtlinie
Seit dem 1. Februar 2007 gilt die revidierte ASA-Richtlinie (EKAS 6508, PDF, 249 KB). Sie
- regelt den Beizug von Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA)
- verlangt eine Gefahrenermittlung und Massnahmenplanung und
- formuliert zielgruppenspezifische Anforderungen an das betriebliche Sicherheitssystem
Das konkrete Ziel ist, durch ein systematisches Vorgehen Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern und damit menschliches Leid, Ausfallstunden und Kosten zu vermeiden
Wer muss die ASA-Richtlinie umsetzen?
- Unternehmen mit besonderen Gefährdungen und 10 oder mehr Mitarbeitenden.
- Unternehmen mit besonderen Gefährdungen und weniger als 10 Mitarbeitenden. Für diese Unternehmen gelten reduzierte Anforderungen.
- Unternehmen ohne besondere Gefährdungen mit 50 oder mehr Mitarbeitenden.
- Für Unternehmen ohne besondere Gefährdungen und mit weniger als 50 Mitarbeitenden ist der Beizug von Spezialisten der Arbeitssicherheit freiwillig. Jedoch müssen auch diese Unternehmen die Bestimmungen der Unfallverhütungs-Verordnug (VUV) und der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (ArGV3) einhalten.
Welchen Nutzen bringt ASA?
Jeder schwere Unfall, jede arbeitsbedingte Krankheit ist eine menschliche Belastung. Meistens entstehen auch Probleme im Betrieb: Der verunfallte oder erkrankte Mitarbeiter fehlt an allen Ecken und Enden. Es kommt zu Engpässen, Terminproblemen, Stress, vielleicht gar zum Verlust von Aufträgen. Jeder Abwesenheitstag kostet das Unternehmen 600 bis 1000 Franken.
Mit dem Aufbau eines betrieblichen Sicherheitskonzepts engagieren Sie sich für sichere und gesunde Arbeitsplätze. Sie können damit
- menschliches Leid verhindern
- die direkten und indirekten Unfallkosten wie Ausfallstunden, administrative Umtriebe usw. reduzieren
- steigende Versicherungsprämien vermeiden
- die gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber Ihren Mitarbeitenden nachhaltig erfüllen
- Ihre Mitarbeitenden zu sicherem und gesundheitsbewusstem Verhalten motivieren und ausbilden
- eine lebendige Sicherheitskultur im Unternehmen schaffen
- Haftpflichtansprüche oder gar strafrechtliche Folgen vermeiden
- konkurrenzfähig bleiben